GHW#124 – Kuriose Interessen

Ich habe hier nie darüber geschrieben, dass neue Folgen von „Gefährliches Halbwissen“ erschienen sind. Das werde ich jetzt hiermit ändern.

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The Design of Everyday Things – Donald A. Norman

Vieles in diesem Buch war mir nicht neu. Trotzdem ist es gut Wissen aufzufrischen und nochmal in Erinnerung zu rufen. Mein Studium ist dann doch schon länger her.
Interessant war insbesondere der Part, wo auf die Realität eingegangen wird. Im Arbeitsalltag sind ja nun mal nicht die Designer:innen die angebeteten Rockstars sondern arbeiten in Teams in Unternehmen. Hier punktet das Buch mit Gedanken und Erklärungen.
Leider überhäuft der Autor einen manchmal mit Beispielen. Ich habe mich oft dabei ertappt „Ja, ist gut jetzt“ zu denken und ein wenig zu skippen.
Außerdem ist die Verarbeitung und Typografie dieser Ausgabe wirklich schlecht gewesen. Meine Hände wurden immer trocken (was ist das für Papier?) und von einem Satzspiegel hat scheinbar auch niemand etwas in dem Verlag gehört.

The Complete Cthulhu Mythos Tales – H.P. Lovecraft

Ich rezensiere hier das allgemeine Aussehen und die Haptik des Buches. Dies ist wirklich eine „möchte ich im Regal haben und jedem zeigen“ Ausgabe. Ich habe dieses Buch im Forbidden Planet in London für sehr wenig Geld bekommen. Die Typographie ist auch großartig, es ist wirklich selten, so etwas zu sehen.

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Kurze Antworten auf große Fragen – Stephen Hawking

Ich denke, man muss sich im Klaren sein, dass es sich hier um ein Buch von Hawking handelt. Das heißt, selbst wenn er versucht, Wissenschaft zu erklären, ist es immer noch unendlich kompliziert. Was dieses Buch so eindrucksvoll macht, ist die Tatsache, dass er es in seinem letzten Lebensjahr geschrieben hat. Irgendwie schwingt es die ganze Zeit mit. Er sieht sein Leben auch als weitgehend abgeschlossen an und blickt hier und da auf Ereignisse in seinem Leben zurück. Sicherlich kein großartiges Buch, aber im Kontext betrachtet gut.

Nach dem Buch habe ich mir direkt noch einmal den großartigen Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ angeguckt.

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Local Storage ist gruselig

Ich hatte eine Idee in einem Projekt bei hmmh, wo ich gerade eine kleine Web-App entwickel.

Leute füllen ein Formular aus und bekommen am Ende das Ergebnis einer Berechnung. Beispielsweise für eine Autoversicherung.
Da dieses Formular auch mehrmals wiederholt mit verschiedenen Daten genutzt werden kann, es also wiederkehrende User:innen gibt, wollte ich darauf reagieren. Wie wäre es denn, wenn die Daten einfach im localStorage des Browsers gespeichert werden und die User:innen später, vielleicht nach mehreren Tagen, das Formular mit den vorausgefüllten Daten vorfinden? So müsste sich niemand die Daten (bei einer Autoversicherung wäre es zum Beispiel die Schlüsselnummer) merken und kann das Formular mit geänderten Daten neu ausfüllen.

Das Ergebnis nach einem kurzen Test war für mich überraschend. Es entsteht bei den User:innen sofort die Angst, dass „meine Daten unerlaubt gespeichert worden sind“. Wir kennen diese Gerüchte, dass beispielsweise Instagram seine Nutzer:innen abhört. Vorausgefüllte Daten können also nur unerlaubt auf irgendeinem Server gespeichert worden sein.

Dass dieser Server tatsächlich der eigene Browser ist und tatsächlich jede Webseite da reinschreiben kann, ist natürlich nicht klar. Wahrscheinlich wäre ein „Meine Eingaben lokal speichern“-Button oder Ähnliches hier hilfreich, da eine eindeutige Aktion ein klares Ergebnis produziert.

In meinem Fall war es jetzt nicht so wichtig, dass die Daten in dem Formular für mehrere Tage gespeichert sind. Ich habe mich für ein Speichern im sessionStorage entschieden. So sind die wichtigen Daten für die Nutzer:innen während ihres aktuellen Arbeitsschrittes erreichbar und werden beim Schließen des Tabs/Browsers wieder gelöscht.

Digital Minimalism – Cal Newport

Cover von Digital Minimalism

Dieses Buch spricht in dein Gewissen. Ja, du verbringst zu viel Zeit mit irgendwelchen Kram, der am Bildschirm passiert.
Anstatt zu belehren wird hier eher der Finger in die Wunde gelegt, mit Beispielen und Quellen bewiesen und am Ende mit Lösungsvorschlägen geholfen. Das Buch ist ein einziges großes Argument für die verringerung der Bildschirmzeit.
Es ist vielleicht nicht das beste Buch, dass man in einer Pandemie lesen kann (ich vermisse jetzt meinen lokalen Spieleladen mit seinen Brettspieleabenden), doch gerade in dieser Zeit versacken wahrscheinlich noch eher vor Netflix, anstatt sinnvolle Dinge zu tun, die glücklich machen.

Meine Bewertung auf GoodReads.

streamtmihaheute.de

Seit wir als Gefährliches Halbwissen auch auf Twitch vertreten sind, haben wir im Chat immer wieder die Frage gehabt „Wann streamt eigentlich Miha?“.
Natürlich versuchen wir auf so vielen Kanälen wie möglich unseren Wochenplan zu veröffentlichen, aber auf Twitch selbst kann man ja leider keine Ankündigung machen.

Daher hab ich mich hingesetzt und mit Basic HTML/CSS/JS eine Seite aus dem Boden gestampft, die Leute informiert, wie es mit den Streamingdaten aussieht.
Herz des Ganzen ist ein Array, wo einfach nur die Daten eingetragen werden. Eine andere Funktion checkt, ob der heutige Tag der Tag des Streams ist und setzt dann ein paar CSS Klassen.

Supersimpel, ich weiß, aber ehrlich gesagt benötigt es nicht mehr und mir hat es Spaß gemacht, so einen kleinen Dienst zu bauen. Gehostet wird mit Github Pages.

Hier findet ihr das Projekt auf Github und die Domain ist natürlich streamtmihaheute.de

Über Leben – Dirk Steffens

Cover von Über Leben

Dieses Buch schüttelt einen ziemlich durch. Artensterben, Klimawandel… aber versucht auch Lösungsansätze zu analysieren und schlägt eigene vor. Selbst abwegige Themen wie Planwirtschaft wird hier einmal bearbeitet.
Anscheinend wurde der Druck verschoben, um ein extra Kapitel über Covid-19 zu schreiben. Finde ich sehr gut und ergänzt die Grundthesen des Buches.
Ein unbequemes Thema sehr gut beschrieben.

Meine Bewertung auf GoodReads.

Company of One – Paul Jarvis

Cover von Company of One

Dieses Buch richtet sich in erster Linie an Leute, die Selbständig sind. Aber dadurch, dass ich schon ein paar Projekte neben der Arbeit hinter mir habe und derzeit auch betreue, konnte ich mich hier wiederfinden. Jarvis spricht mir komplett aus der Seele. Es geht mit im Leben nicht darum meinen Gewinn zu maximieren, sondern meine Zufriedenheit. Arbeit sollte nur ein Mittel zum Zweck sein und kein Lebensmittelpunkt.
Ideen, die dazu führen könnten findet ihr in diesem Buch. Ich fühlte mich beim Lesen inspiriert und werde es sicher noch ein paar mal wieder aus dem Regal ziehen.