Kategorie: UX & Product

  • Local Storage ist gruselig

    Ich hatte eine Idee in einem Projekt bei hmmh, wo ich gerade eine kleine Web-App entwickel.

    Leute füllen ein Formular aus und bekommen am Ende das Ergebnis einer Berechnung. Beispielsweise für eine Autoversicherung.
    Da dieses Formular auch mehrmals wiederholt mit verschiedenen Daten genutzt werden kann, es also wiederkehrende User:innen gibt, wollte ich darauf reagieren. Wie wäre es denn, wenn die Daten einfach im localStorage des Browsers gespeichert werden und die User:innen später, vielleicht nach mehreren Tagen, das Formular mit den vorausgefüllten Daten vorfinden? So müsste sich niemand die Daten (bei einer Autoversicherung wäre es zum Beispiel die Schlüsselnummer) merken und kann das Formular mit geänderten Daten neu ausfüllen.

    Das Ergebnis nach einem kurzen Test war für mich überraschend. Es entsteht bei den User:innen sofort die Angst, dass „meine Daten unerlaubt gespeichert worden sind“. Wir kennen diese Gerüchte, dass beispielsweise Instagram seine Nutzer:innen abhört. Vorausgefüllte Daten können also nur unerlaubt auf irgendeinem Server gespeichert worden sein.

    Dass dieser Server tatsächlich der eigene Browser ist und tatsächlich jede Webseite da reinschreiben kann, ist natürlich nicht klar. Wahrscheinlich wäre ein „Meine Eingaben lokal speichern“-Button oder Ähnliches hier hilfreich, da eine eindeutige Aktion ein klares Ergebnis produziert.

    In meinem Fall war es jetzt nicht so wichtig, dass die Daten in dem Formular für mehrere Tage gespeichert sind. Ich habe mich für ein Speichern im sessionStorage entschieden. So sind die wichtigen Daten für die Nutzer:innen während ihres aktuellen Arbeitsschrittes erreichbar und werden beim Schließen des Tabs/Browsers wieder gelöscht.

  • Gedanken zur Beyond Tellerrand

    Vom 13. bis 15. Mai 2019 findet derzeit die Beyond Tellerrand statt und ich hatte die wunderbare Gelegenheit sie zu besuchen. Die Eindrücke vom ersten Tag waren fast schon zu viel und ich musste meine Gedanken sortieren.

    Nachtrag von Tag 2: das Thema „Constrains“ hat sich fortgesetzt. Also veröffentliche ich jetzt diesen Post.

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  • Klassisches Design kommuniziert nicht

    Dieser Titel ist reißerisch. Ich weiß. Vielleicht gibt es sogar einen besseren Titel. Doch dieser Gedanke geistert mir schon etwas länger im Kopf herum.
    Ich habe mit Kollegen darüber gesprochen. Mit Freunden und sogar mit Leuten, die nichts mit dem Thema am Hut haben.
    Entstanden ist bei mir Frustration, Resignation, aber auch Verständnis.

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  • Macht mehr Skizzen

    Meine Beziehung zu Stiften ist eine Geschichte voller Missverständnisse.
    Als Kind habe ich, wie jedes Kind, gerne gemalt. Als Jugendlicher wurde es komischerweise uncool (alle anderen hatten einen Roller und naja…). Mit der Ausbildung und Studium kam allerdings so langsam das Interesse wieder. Viel zu Spät, wie ich finde, denn so musste ich den Umgang mit Stift und Papier wieder komplett neu lernen.

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  • Kurzer Usability Test in der Straßenbahn.

    Ich renne zur Straßenbahn, denn sie hält gerade und ich habe keine Lust auf die nächste zu warten. Etwas außer Atem gehe ich zum Automaten und entdecke, dass übers Wochenende scheinbar neue Geräte aufgestellt worden sind. Ich hangel mich verwirrt durch das Interface. Bob-Karten waren immer grün markiert. Ich soll meine Karte gegen eine Fläche halten. Es piept. Ich habe ein Ticket gebucht. Danke, bis zum nächsten Mal.

  • Was ich während der Arbeit an mellanrum lernte.

    Manche von euch haben mich auf den Hochschultagen im Jahr 2015 gesehen, wie ich meine VR-Arbeit ausstellte. Zu dieser Zeit war Virtual-Reality zwar schon in aller Munde, an der Hochschule für Künste arbeiteten wir aber schon seit 2013 mit der ersten Oculus Rift. Viel Interessanter war, wie ich als 2D-Designer in die 3D-Welt abtauchte und was ich dabei lernte.

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