Local Storage ist gruselig

Ich hatte eine Idee in einem Projekt bei hmmh, wo ich gerade eine kleine Web-App entwickel.

Leute füllen ein Formular aus und bekommen am Ende das Ergebnis einer Berechnung. Beispielsweise für eine Autoversicherung.
Da dieses Formular auch mehrmals wiederholt mit verschiedenen Daten genutzt werden kann, es also wiederkehrende User:innen gibt, wollte ich darauf reagieren. Wie wäre es denn, wenn die Daten einfach im localStorage des Browsers gespeichert werden und die User:innen später, vielleicht nach mehreren Tagen, das Formular mit den vorausgefüllten Daten vorfinden? So müsste sich niemand die Daten (bei einer Autoversicherung wäre es zum Beispiel die Schlüsselnummer) merken und kann das Formular mit geänderten Daten neu ausfüllen.

Das Ergebnis nach einem kurzen Test war für mich überraschend. Es entsteht bei den User:innen sofort die Angst, dass „meine Daten unerlaubt gespeichert worden sind“. Wir kennen diese Gerüchte, dass beispielsweise Instagram seine Nutzer:innen abhört. Vorausgefüllte Daten können also nur unerlaubt auf irgendeinem Server gespeichert worden sein.

Dass dieser Server tatsächlich der eigene Browser ist und tatsächlich jede Webseite da reinschreiben kann, ist natürlich nicht klar. Wahrscheinlich wäre ein „Meine Eingaben lokal speichern“-Button oder Ähnliches hier hilfreich, da eine eindeutige Aktion ein klares Ergebnis produziert.

In meinem Fall war es jetzt nicht so wichtig, dass die Daten in dem Formular für mehrere Tage gespeichert sind. Ich habe mich für ein Speichern im sessionStorage entschieden. So sind die wichtigen Daten für die Nutzer:innen während ihres aktuellen Arbeitsschrittes erreichbar und werden beim Schließen des Tabs/Browsers wieder gelöscht.


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