Ich bin wahrscheinlich einer der wenigen Personen, die den IXO 6 Akkuschrauber toll findet und bin deswegen mehr als verwirrt, dass Bosch mit den nachfolgenden Versionen eine Rolle rückwärts machte. Aber der Reihe nach!
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Als wir vor ein paar Jahren einen „richtigen“ Akkuschrauber kaufen wollten sprang mir das neue Design gleich ins Auge. Der IXO 6 war nämlich eine komplett neue Ausrichtung im Design und sprach DIY-Leute an, die ihre ersten Schritte in handwerklichen Tätigkeiten machen wollten und hier und da mal ein Loch bohren.
Es war einfach ein freundliches Design und sah weniger einschüchternd aus als eine Makita oder eben halt seine Vorgänger. Ich verbinde dieses typische Handwerks-Design irgendwie sofort mit den typischen Gatekeeper-Männern, die einem nicht zutrauen eine Schraube irgendwo einzudrehen, nur weil man nicht sofort den richtigen Bit herausholen oder alle Muttergrößen aufsagen kann. Vielleicht sagt das mehr über mein Männerbild aus, als mir lieb ist, aber ich fühle mich von Werkzeug oft ausgeschlossen. Baumärkte sind mein Endgegner.
Der IXO 6 versprach Einfachheit und Eleganz. Genau das, was ich wollte. Leider hatte Bosch nicht alles richtig gemacht und es gab viel negatives Feedback, welches auch begründet war. Zu unergonomisch, zu kopflastig und vielleicht auch für manche zu reduziert.
Was Bosch mit dem IXO 7 tat, würde ich als glatte rolle Rückwärts bezeichnen. Anstatt die Designsprache anhand des Feedbacks zu verbessern, sind sie komplett auf „alles so wie vorher“ gegangen und haben mich als Anfänger damit irgendwie verloren. Bosch hätte die ergonomischen Schwächen beheben können, ohne die einsteigerfreundliche Designsprache aufzugeben.

Vielleicht entsprach die Rückkehr zum klassischen Werkzeugdesign eher den Erwartungen der bestehenden Kundschaft, die sich mit dieser Formensprache identifiziert.
Ich hingegen bin auf jeden Fall sehr froh einen Leistungsstarken, nicht perfekten aber eleganten IXO 6 zu besitzen.