Es gibt wahrscheinlich nur wenige Orte, die das Leben eines Menschen wirklich prägen. Sei es die Kneipe, die man in der Abizeit ständig besucht hat, oder eben dieses eine Coworking-Café, das nun am 11. Juli 2026 schließen wird.


Dabei wird auf dem Zettel, der im Kleinen Haus hängt und die Schließung bekannt gibt, glatt unterschlagen, dass das ursprüngliche noon seine Türen zum ersten Mal im Lloydhof öffnete. Als Zwischennutzung, vermittelt durch das ZZZ.
Das war auch die Zeit, als ich 2013 zum ersten Mal von der Existenz dieses Cafés erfuhr. Tatsächlich fand hier nämlich der erste BremenHack statt, was gleichzeitig den Beginn meiner Vernetzung mit der Bremer Kreativszene markierte. In den Jahren danach war das noon immer wieder Treffpunkt für Freund:innen, Meetings, Kolleg:innen oder einfach ein Ort zum Arbeiten und Pläneschmieden.
Die Zeit in diesem Café war immer im positivsten Sinne unaufgeregt. Man kam zwar gelegentlich ins Gespräch, aber die Besucher:innen waren meist in ihre eigenen kleinen Welten vertieft und oft herrschte ein geschäftiges Schweigen. Manchmal kamen Eltern mit ihren Kindern vom benachbarten Spielplatz vorbei, um sich einen Kaffee zu holen. Ich packte hier 2017 sogar am Releasetag die Nintendo Switch aus, die ich gerade aus dem Elektroladen geholt hatte.
Danke, Christian, für die tollen Jahre. Und bis bald im Presseclub oder im Café Vinyl.
P.S. Natürlich gab es auch mal einen Rave im noon.

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