Über den Post von Jason Kottke bin ich auf Amy Goodchild und ihren Artikel zur frühen Computerkunst der 50er und 60er Jahre gestoßen.
Darunter findet sich natürlich auch mein früherer Professor Frieder Nake.

no title (1967), Frieder Nake

The attention should not be on the fact the output was created by a computer, as if that automatically gives it a value but rather that we should seek to make work with value and we can use a computer as a tool to aid us in that.

Amy Goodchild über Frieder Nake

Die paar Semester mit ihm waren sehr spannend und für mich prägend, denn er drängte uns förmlich dazu über den Tellerrand zu schauen und nicht alles in der Welt ans unumstößlich anzusehen. Seine Kurse waren fast schon eher Politik als Informatik.

2016 gab es den Plan, in der Kunsthalle Bremen eine Ausstellung über frühe Computerkunst zu machen. Daraus wurde erst zwei Jahre später etwas. Wir als Studenten hatten die Aufgabe, uns ein Werk auszusuchen und zu rekonstruieren. Teilweise, weil einfach der Code nicht mehr vorhanden war und man sich schon fragte, wie das Bild wohl zustande gekommen sein könnte.

Ich wählte das Bild 144 Trapèzes von Vera Molnár aus und befasste mich in einer Independent Study damit. Wer sich dafür interessiert, kann einfach meinen Blogpost dazu lesen.