Niklas Barning

User Experience Design & Digitales Getüftel

Subjektive Meinung zu aktuellen 3D-Druckern

Ich wurde von Kevin gefragt, ob ich ihm nicht eine Übersicht von 3D-Druckern geben könnte und Andreas schlug vor, diese Übersicht einfach in einen Blogpost zu gießen. Da ich jeden Tag diverse Drucker um mich habe und sie benutze, scheine ich nun eine gewisse Kompetenz in diesem Gebiet zu haben. Ihr wollt also einen Drucker kaufen? Dann ist diese Liste genau für euch.

Fangen wir günstig an. Die Da Vincis

Da Vinci Jr

Einen dieser beiden Drucker würde ich gerne selber besitzen. Ich entdeckte sie auf der diesjährigen Makerfaire und war beeindruckt. Diese Drucker liefen schon das ganze Wochenende und die Testdrucke waren, für so einen günstigen Drucker, außergewöhnlich gut. Ein kurzer Googler bestätigt diesen Eindruck. Leute sind begeistert!
Einziger Nachteil: Scheinbar aktzeptieren die Geräte nur gechiptes Filament vom Hersteller.

Der Klassiker: Ultimaker

Der Ultimaker

Wir durchbrechen sehr schnell die Grenze von unter 1000 € und begeben uns in das Revier von Ultimaker.
Sagen wir es so: Wenn ich das Geld hätte, würde ich mir einen dieser Drucker holen. Exzellente Verarbeitung, einfache Wartung (wenn überhaupt etwas gewartet werden muss) und ziemlich einfache Bedienung. Dadurch, dass der Hersteller der Open Source Gemeinde Näher steht, ist man bei der Filamentauswahl recht frei. Auch Software zur Erstellung der G-Codes ist nach eigenen Vorlieben wählbar. Das Perfekte Gerät für Schulen, Vereine oder Firmen.
Falls ihr euch nicht sicher seid, welche Größe ihr möchtet: Nehmt die mittlere Variante oder schaut euch die Drucker im Laden oder in eurem lokalen Fablab an.

Der Profi: German RepRap x400

German RepRap x400

Noch ein Preissprung. Und was für einer! Mit dem RepRap x400 hat man nicht nur ein ziemlich großes, sondern auch teures Gerät im Büro stehen. Dafür besteht hier jetzt endlich die Möglichkeit Blumenvasen oder den Millenium Falcon zu drucken. Ein unverzichtbares Gerät für jeden, der professionell mit der Technik arbeiten will.
Anders als beim Ultimaker wird hier das Filament nicht von der Rückseite des Geräts gedrückt, sondern von einem Motor am Extruder gezogen.

Der Exot: Form2

Form2

Was für ein geiles Gerät. Der Form2 von Formlabs druckt nicht nur mit einem komplett anderen Druckverfahren, sondern besitzt das meiner Meinung nach beste Produktdesign, das beste Interface am Drucker, die beste Software zur Erzeugung von G-Code und die beste Druckauflösung. Der Druckvorgang ist zwar im Durchschnitt etwas langsamer als beim FDM, dafür ist es fast egal, wie viele Objekte gedruckt werden.
Allerdings ist bei diesem Drucker noch eine Nachbearbeitung der Objekte erforderlich und das Verbrauchsmaterial ist ziemlich teuer. Formlabs bietet allerdings einen „Open Mode“ an, um mit Dritthersteller Material zu arbeiten.

Was? Wie? Fachbegriffe?

Zugegeben, ich benutze eventuell ein paar Fachbegriffe. Da ich diesen Post aber einfach als eine schnelle Beratung geschrieben habe, wollte ich mich nicht an Erklärungen aufhängen. Wenn etwas nicht klar sein sollte, lest euch das Wiki von iGo3D durch, oder fragt mich einfach auf Twitter.