Ein Projekt aus dem dritten Semester der HfK aus dem Kurs „Imaginär, immersiv und interaktiv“. Die Aufgabe war eine mitreißende virtuelle Welt zu erschaffen und sie den Besuchern der Hochschultage vorzuführen.

Mein Ziel war es sich mit dem Thema Ruhe und Neugier zu befassen. Oft sieht man Welten für die Oculus Rift mit Action Elementen verknüpft und wollte daher ganz bewusst eine andere Richtung einschlagen.

Die Struktur war mir relativ schnell klar. Der Besucher soll von einer Zwischenwelt, wo eine kurze Einweisung stattfindet, in einen Wald geführt werden. Dort schlägt nach einiger Zeit die Stimmung von Entspannung zu Stress um und der Besucher wird in die Zwischenwelt zurückgeholt.

Ich begann damit den Wald umzusetzen. Da wir mit Unity arbeiteten war es naheliegend den Tree Creator von Unity zu benutzen.

Wald in Unity

Durch Feedback wurde mir schnell klar, dass ich in der kurzen Zeit keinen überzeugenden Wald erzeugen konnte. Ich landete, durch meinen Anspruch einen „echten“ Wald bauen zu wollen, auch schnell im berühmten Uncanny Valley. Was sollte ich tun?

Statt weiter dem Realismus hinterherzujagen, beschloss ich ein paar Schritte zurückzumachen. Welcher Stil verkörpert die Einfachheit von Objekten, lässt aber dennoch klar erkennen, um was es sich handelt? Low poly.

Der Lowpoly Wald

Mit diesem Stil war es nicht nur ziemlich einfach Objekte für den Wald zu modellieren, die Welt bekam einen eigenen Charakter. Hier wird ganz klar eine nicht realistische Welt gezeigt, die sich dennoch organisch verhält.

Nebenbei entwickelte sich ein weiteres Element, welches ich so nicht geplant hatte. Ich wollte ein Gefühl von Größe in der Simulation vermitteln. Man selbst sollte sich klein neben dem Objekt fühlen aber keine Angst haben. Ich begann, einen Wal zu modellieren und zu animieren. In der Simulation schwimmt das Tier ganz nah an dem Besucher vorbei.

Der Wal - Skizze

Jeder Besucher reagierte ziemlich beeindruckt, obwohl der Wal auf dem Bildschirm keine besonders große Erscheinung macht. Erst mit der Oculus Rift entfaltet sich die gesamte Wirkung.

Das Projekt zeigten wir am 7. und  8. Februar 2015 an den Hochschultagen und begleiteten diese Vorführung mit der Kamera. Ich bin zufrieden mit dem Projekt, da ich neue Möglichkeiten der Interaktion erforschen konnte. Nebenbei lernte ich Unity und 3D modelling kennen und hoffe weiter in diese Richtung arbeiten zu können.

Und wie immer findet man den Quellcode zum Projekt auf GitHub.