Ich hatte mir vor etwas mehr als zwei Jahren ein Nexus S geholt und damit meinen Alltag bewältigt. Damals war ich, wie dem Artikel zu entnehmen ist, sehr euphorisch. Wie hat sich meine Meinung geändert? Warum habe ich am Freitag ein iPhone in der Hand?

Die Akkuleistung hat sich über die Zeit merklich verschlechtert. Das Telefon überlebt keinen halben Tag mehr bei normaler Benutzung (Nachrichten, Twitter, Instagram). Ein wenig frustrierend, da ich das Gerät ja als mobiles Gerät benutzen möchte und nicht an jeder Steckdose haltmachen will. Zum Vergleich: Mein iPad 1 hat nach 3 Jahren fast keine Probleme mit dem Akku und kann auch mal zwei Wochen liegen gelassen werden.


Die Lage im

Google Play Store hat sich etwas verbessert. Hier und da findet man ein paar Perlen, die sich an die Google Design Richtlinien halten, doch im Großen und Ganzen hat dieser Store starke Qualitätsschwankungen. Neu hinzugekommen sind Videos, Musik und Bücher. Leider habe ich es aufgegeben etwas aufwendigere Apps wie Vine zu installieren, da keine der neuen Apps auf ältere Geräte optimiert ist.

Wie soll man das auch als Entwickler schaffen? Es gibt einfach viel zu viele Geräte, auf denen man testen müsste. Für mich punktet hier wieder Apple. Es existieren zwar nicht viele Geräte, dafür sind die Apps immer optimiert. Sogar alte Geräte haben hier noch die Chance neue Apps zu installieren und zufriedenstellend abzuspielen.

Die Anpassbarkeit mit Widgets und alternativen Launchern in allen Ehren. Wirklich sinnvoll sind sie nicht.

Ich bin immer wieder auf die Standardoberfläche zurückgekehrt, die vollkommen ausreichend ist. Alles andere ist nur Spielerei und Leistungsfresser.

Die interne Verzahnung ist heute bei Apple ähnlich wie bei Android, nur dass Android mehr Möglichkeiten bietet. Es verhält sich für mich hier wie bei den Widgets. Muss ich ein Foto jetzt unbedingt als QR-Code teilen können? Was macht dieser Button dann überhaupt? Apple steht hier wieder für die einfache Benutzung und erweitert seine Fähigkeiten mit iOS7 noch weiter.

Kommen wir jetzt zur Navigation, die sich seit Jahren auf demselben, grauenhaften Stand niedergelassen hat.

Es gibt einmal den Back-Button und einmal den Up-Button. Der Back Button lässt die Navigationsschritte in chronologischer Reihenfolge widerrufen. Der Up-Button navigiert in hierarchische Reihenfolge.

Was heißt das? Wenn ich in App A bin, kann ich mit dem Back-Button immer wieder einen Schritt zurückgehen, bis ich auf dem Homescreen bin. Mit dem Home Button komme ich sofort auf den Homescreen. Wenn ich in App A in Kategorie 1 navigiere, komme ich mit dem Up-Button auf die Startseite von Kategorie 1. Wenn ich jetzt in App A über Kategorie 1 auf einen Link zu Kategorie 2 komme und in Kategorie 2 weiternavigiere, kann ich über den Up-Button nur noch an die Startseite von Kategorie 2.

Kategorie 1 ist somit für mich in fast unerreichbare Nähe gerückt.

Viel zu Kompliziert und von Google in schönen Bildern veranschaulicht. Bei Apple… naja einfacher und so.

Und nun zum für mich größten Manko von Android. Warum gibt es einen internen und einen externen Speicher?

Neue Apps werden immer auf den internen Speicher installiert, beim Nexus S ist dieser einen Gigabyte groß, können dann bei bedarf auf den externen Speicher verschoben werden. Warum gibt es da eine Trennung? Warum nicht gleich auf den sechzehn Gigabyte Speicher installieren?

Handys mit kleinerem Speicher, wie das HTC Wildfire, haben heute das Problem, dass der internet Speicher mit fest installierten Apps belegt ist und keine weiteren Apps mehr installiert werden können.

Da hat man mehrere Gigabyte an Speicher zur Verfügung, kann diesen aber nicht nutzen, da der interne Speicher mit seinen 500mb schon voll ist. Man müsste das Gerät jetzt rooten und im System fummeln, um das Problem zu beheben.

Fazit? Es waren ein paar gute Jahre mit Android, aber Apple hat sich einfach wieder gefangen und weiterentwickelt.

Für mich sind diese Fehler aber einfach zu viel geworden. Aus diesem Grund wird am Freitag ein iPhone C in meinen Händen liegen.