Ich habe gerade eine Stunde lang die Starter Edition von Diablo 3 gespielt und zuvor die Beta-Demo von Don’t Starve und würde gerne ein Spiel weiterspielen. Zwischen den beiden Spielen verhält es sich wie bei David und Goliath, denn Diablo 3 ist einfach eine große und bekannte Marke, gegen die sich das kleine Indie-Spiel behaupten muss.

Doch bricht man alles auf den Wert „Spielspaß“ herunter, ergibt sich ein ganz interessanter vergleich. Das System der Diablo-Spiele ist mir seit 12 Jahren bekannt und wurde von Blizzard in anderen Spielen schon mehrmals aufgewärmt und auch im jüngsten Nachfolger sehe ich kaum eine Veränderung. Man setzt hier eher auf das Prinzip „Mehr ist Mehr“ und baute mehr Klassen, bessere Grafik und vernünftige Synchronstimmen (im Fall meines Barbaren: Thomas Fritsch) ein. Es gefällt mir, macht Laune (ein mächtiger Schwertstreich zerstört mal eben eine Steinmauer, während die Gegner in die Luft gewirbelt werden), bietet mir aber kein neues Spielgefühl und ich bin schnell in einer Art „Routine“.

Don’t Starve hingegen setzt mich in eine zufallsgenerierte Welt mit der Anweisung „Überlebe, solange du kannst“. Ich habe keine Ausrüstung, sehe aber, dass ich verschiedene Gegenstände zu anderen Dingen kombinieren kann. Somit ergibt sich folgende Handlungskette: Nachts wird es dunkel und es kommen wilde Tiere, ich benötige also ein Lagerfeuer. Für ein gutes Lagerfeuer benötige ich allerdings Holz von gefällten Bäumen, die ich nur mit einer Axt fällen kann, die ich wiederum erst mal bauen muss. Dies ist genau das System, womit schon Minecraft groß geworden ist, und mich in Verbindung mit dem Hack&Slay Elementen sehr anspricht. Es ist einfach ein kreativeres System, welches bei Diablo erst später leicht durch Handwerker angerissen wird.

Nun sitze ich hier und weiß nicht weiter, fühle mich von Diablo 3 unterhalten und von Don’t Starve herausgefordert. Vielleicht entscheidet am Ende ja doch der Preis, denn Don’t Starve lässt für Käufer in der Betaphase zwei Lizenzen für 12 $ fällig werden und Diablo 3 kostet derzeit knapp 50 €.