Mein neuer Artikel über hochauflösende Displays im Webdesing. Erschienen im WUV-Marketing Blog

Neulich fragte mich mein Vater, warum denn manche Webseiten auf dem iPad so unscharf dargestellt werden, dass es oft beim Surfen im Internet stört.

Mir fiel schlagartig auf, wie viele Webseiten auf dem iPad meiner Eltern unscharf und pixelig sind. Ich selber besitze kein Gerät mit Retina-Display und bekomme somit nicht viel von der aktuellen Situation mit. Doch wenn sich selbst mein Vater an diesen nicht optimierten Seiten stört, wie hoch ist denn die Zahl der iPad-Besitzer, die sich über solche Seiten ärgern? Oder anders gefragt: Wie viele Kunden verlassen den pixeligen Online-Shop? Wir stehen wieder an der selben Stelle wie vor ein paar Jahren, als manche Webseiten auch eine für mobile Geräte optimierte Version anboten. Manche hielten das für Quatsch und haben bis heute keine, oder nur eine sehr schlechte Lösung für ihre mobilen Besucher. Heute müssen wir uns fragen, ob wir nicht eine für Retina-Displays angepasste Version der Seite anbieten sollten, da es immer mehr Hersteller von Smartphones, Tablets, Laptops und Desktop-Computern geben wird, die Produkte mit hochauflösenden Displays anbieten. Eine große Aufgabe für Online-Shops mit einer riesigen Produktpalette, da jedes Bild in einer normalen und einer hochauflösenden Version bereitstehen müsste. Doch das Ergebnis wäre enorm, da jedes Produktfoto gestochen scharf auf dem Gerät wäre und man bei genauer Betrachtung jedes Detail erkennen könnte.

Die aktuelle Situation zeigt aber, dass besonders minimalistisch gestaltete Webseiten „retinisiert“ sind, da sie meist nur aus Logo und Typografie bestehen und es nur wenig Zeit kosten würde sie anzupassen. Ich finde es daher erstaunlich, wie wenig das Thema „Retina-Display“ abseits der App-Welt aufgegriffen wird, obwohl schon seit ein paar Jahren klar ist, dass mit den neuen Geräten nicht nur unser Alltag verändert wird, sondern auch unsere Augen immer bessere Bildschirme zu sehen bekommen. Selbst wenn in zwei Jahren die Smartphones von anderen smarten Geräten abgelöst würden, hätten sie dennoch hochauflösende Displays, da unsere Augen niemals eine schlechte Auflösung tolerieren würden.