Ich schaue mir ja wöchentlich ein wenig das Angebot im iBooks-Store und Kindle-Shop an, um zu sehen, wie sich die Preise in den beiden Läden entwickeln.

Dabei ist mir aufgefallen, dass die meisten E-Books genauso teuer sind, wie ihre Geschwister in den realen Läden in der Stadt. Muss das sein? Der gesunde Menschenverstand nimmt doch an, dass die Produktionskosten für ein digitales Buch um einiges Niedriger sein sollte, da ein Produktionsschritt des Buches wegfällt (Gedankengänge, die auch um den „Platzsparfaktor“ von Ebooks gehen, findet man bei meinem Interview mit Ryan). Einige Verlage haben anscheinend die selbe Ansicht (zum Beispiel der Vergleich zwischen den Versionen von Eragon), doch gibt es genügend Bücher, die einfach nur einen oder zwei Euro billiger sind als in der gebundenen Ausgabe.

Wenn also die Preise für ein digitales Buch nicht wirklich niedriger werden, schlage ich ein anderes System vor welches bei einem anderen Medium super funktioniert – Schallplatten.

Zu (fast) jeder gekauften Schallplatte gibt es das Album als MP3 dazu, sodass das Album in der Wohnung von der Platte gehört, aber dennoch immer unterwegs gehört werden kann (Artikel dazu bei stern.de)

Die Schlussfolgerung ist ganz einfach: Zu jedem gekauften Buch im Laden gehört eine E-Book Version dazu, die in alle iPads und Kindles der Welt geladen werden und immer dann gelesen werden kann, wenn man gerade nicht das (vermutlich auch noch dicke) Buch mitnehmen möchte.

Wenn es so etwas geben würde, wäre ich der glücklichste Mensch der Welt. Oder habe ich etwas übersehen und diese Bewegung ist bereits im Gang?